Kirstin – Wettkampf- und Showtraining

KirstinWie lange tanzt du schon, wie verlief deine Tanzkarriere?

Im Jahr 2000 hat mich eine Freundin zu einem Workshop mitgenommen, die vorher Riverdance gesehen hatte. Die Musik hatte mir schon immer gut gefallen, und ich fand es praktisch, einen Tanz zu lernen, bei dem man keinen Partner braucht. Später habe ich bei vielen Trainern getanzt und mir immer gern frischen Input geholt, unter anderem von Janna Hoppe, Nicole Ohnesorge, Gyula Glaser, Reiko Wildgrube, Natalie Westerdale und Sean Gavan.

Was hat dich nach der ersten Neugier in diesem Sport gehalten, was schätzt du besonders daran?

Ironischerweise war ich sonst gar nicht so sportbegeistert, aber beim Tanzen habe ich gemerkt, dass Bewegung Spaß machen kann. Nach einer Weile hat mich Irish Dance dann so sehr gepackt, dass ich angefangen habe, für Shows und Wettkämpfe zu trainieren, bis hin zur Weltmeisterschaft. In den letzten Jahren habe ich mich auch zunehmend mit historischen Tänzen beschäftigt, die eine Wurzel des Irish Dance bilden.

Gibt es einen schönsten Moment in deiner Tanzkarriere oder einen Erfolg, auf den du besonders stolz bist?

Auf der großen Meisterschafts-Bühne zu tanzen, war auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis! Ich hätte niemals gedacht, dass ich als „Sportmuffel“ so etwas machen würde.

Was reizt dich am Wechsel in die Trainer-Rolle?

Ich habe schon als Tänzerin oft im Training ausgeholfen, insbesondere Wettkampfteilnehmer*innen individuelles Feedback gegeben. Dabei habe ich gemerkt, dass ich Spaß daran habe und meine Kritik auch gut aufgenommen wird. Als unsere Gründerin Janna die Gruppe studienbedingt verlassen musste, habe ich meine eigene Wettkampfkarriere gerade beendet. Daher habe ich mich bereit erklärt, die Organisation und einen Teil des Trainings zu übernehmen.

Welche Pläne und Ziele hast du mit und für die Gruppe?

Kirstin
Fotografin: Claudia Peppel

Unter der Leitung von Janna hat die Gruppe ein solides Fundament bekommen, ist im Wettkampf erfolgreich und stellt Shows auf die Beine, die mit dem experimentieren, was wir unter Irish  Dance verstehen. Das möchte ich fortführen und weiter ein tolles Tanzerlebnis sowohl für Hobby- als auch für Wettkampf- und Showtänzer*innen bieten.

Was machst du, wenn du nicht im Tanzsaal stehst?

Auch außerhalbs des Tanzens beschäftige ich mich mit Teamentwicklung und Gruppendynamik – allerdings im Firmenkontext, wo ich Unternehmen beim Aufbau und der Pflege von Organisationsstrukturen unterstütze.